Auswertung
Der Spender hat sich aus mehreren Gründen für eine Samenspende entschieden. Zunächst wollte er die Qualität seiner Spermien testen lassen und erfahren, wie seine eigenen Chancen stehen, Kinder zu bekommen. Da er nun weiß, dass seine Spermien von guter Qualität sind, möchte er anderen dabei helfen, ebenfalls die Chance auf ein Kind zu erhalten. Auch der finanzielle Aspekt spielt eine Rolle. Er hat sich gründlich mit den möglichen Folgen einer Samenspende auseinandergesetzt und mit Freunden sowie seiner Freundin darüber gesprochen.
Intelligenz: Beim Screeningtest erzielte der Spender ein für seine Altersgruppe überdurchschnittliches Ergebnis. Er kann in vielerlei Hinsicht als schnell lernender Mensch angesehen werden und ist vermutlich in der Lage, komplexe Probleme und Zusammenhänge schneller zu erfassen als die meisten anderen. Auf andere wirkt er wahrscheinlich wie jemand, dessen Verstand schnell und effizient arbeitet.
Persönlichkeit: Der Spender lässt sich weitgehend als gelassener Mensch beschreiben, der selten die Beherrschung verliert. Zwar macht er sich mitunter Sorgen über Dinge, die ihm persönlich wichtig sind, insgesamt wirkt er jedoch entspannt und mit sich selbst im Reinen. Er kann gut mit Druck umgehen und zeigt nur selten eine pessimistische Haltung. Vielmehr dürften andere ihn als ausgesprochen optimistischen Menschen mit einer positiven Lebenseinstellung wahrnehmen.
Obwohl er ruhig wirken kann, empfindet er Emotionen sehr intensiv und nimmt sowohl seine eigenen Gefühle als auch die anderer Menschen deutlich wahr. Kunst und Schönheit können ihn tief berühren. Vermutlich wird er als gefühlvoller Mensch mit einer ausgeprägten sozialen Kompetenz wahrgenommen. Er macht sich nur selten Gedanken darüber, unbeholfen zu wirken, und tritt kaum befangen auf. Seine Impulse hat er angemessen unter Kontrolle, allerdings fällt es ihm mitunter schwer, seine Gefühle zu verbergen. Meist zeigt er positive, fröhliche Emotionen, weshalb manche Menschen ihn vermutlich als jemanden beschreiben würden, der Freude verbreitet.
In Gesellschaft verbringt er offenbar lieber Zeit mit anderen Menschen als allein. Er kann kontaktfreudig und offen sein, verhält sich in neuen und ungewohnten Situationen mitunter jedoch zunächst etwas zurückhaltender. Der Spender erzählt, dass er in den vergangenen Jahren bewusst daran gearbeitet hat, in sozialen Situationen die Initiative zu ergreifen. Dadurch gelingt es ihm inzwischen besser, sich nicht zurückzuhalten.
Ob der Spender gern im Mittelpunkt steht, Verantwortung übernimmt und Einfluss sucht oder lieber im Hintergrund bleibt, hängt stark von der jeweiligen Situation ab. Er ist offenbar gern aktiv und hat einen ausgefüllten Alltag, sucht jedoch nicht gezielt nach einem Adrenalinkick. Spannung findet er vermutlich eher in Abenteuern, etwa wenn er ohne festen Plan allein ins Ausland reist. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass er besonders risikofreudig ist.
Im Umgang mit anderen scheint der Spender seinen Mitmenschen zunächst zu vertrauen und an das Gute in ihnen zu glauben. Er kann leichter verzeihen als viele andere und drückt sich am liebsten offen und verständlich aus. Seine Gefühle vor anderen zu verbergen, kann ihm schwerfallen. Gleichzeitig wirkt er vermutlich sehr diplomatisch und zeigt viel Mitgefühl für Menschen, denen es weniger gut geht. Möglicherweise kümmert er sich zunächst um seine eigenen Bedürfnisse, bevor er anderen hilft. In engen Beziehungen kann er jedoch durchaus selbstlos handeln und eigene Bedürfnisse zurückstellen.
Konfrontationen scheint er eher zu meiden, da ihm harmonische Beziehungen wichtig sind. Das kann dazu führen, dass er auch wichtigen und notwendigen Konflikten aus dem Weg geht. Autoritätspersonen gegenüber kann er allerdings kritisch sein, insbesondere wenn deren Autorität aus seiner Sicht nicht nachvollziehbar oder ausreichend begründet ist.
Werte und Interessen: Insgesamt wirkt der Spender wie ein grundsätzlich neugieriger Mensch mit einer kreativen, lebhaften Vorstellungskraft und einem ausgeprägten Sinn für Kunst und Schönheit. Er wird schnell unruhig und benötigt meist Abwechslung und neue Impulse. Bei unterschiedlichen Weltanschauungen kann er prinzipientreu und hartnäckig sein. Gleichzeitig interessiert er sich sehr dafür, Neues zu lernen und Themen philosophisch sowie wissenschaftlich zu erkunden. Aus diesem Grund studiert er Medizin.
Der Spender hat vermutlich zu den meisten Themen eine eigene Meinung und sucht gern das Gespräch, um sich mit komplexen Fragestellungen und abstrakten Konzepten auseinanderzusetzen.
Arbeitseinstellung und Selbstbild: Im Hinblick auf seine Arbeitseinstellung wird der Spender von anderen vermutlich grundsätzlich als selbstbewusster Mensch wahrgenommen, der zugleich seine Grenzen kennt. Er ist wahrscheinlich nicht besonders organisiert oder ordentlich und entscheidet bewusst, welche Verpflichtungen er übernimmt und in welchen Bereichen er sein Bestes geben möchte.
In den vergangenen Jahren hat er gelernt, Aufgaben abzulehnen. Früher setzte es ihn unter Druck, es anderen recht machen zu wollen und den meisten Bitten zuzustimmen. Bei manchen Verpflichtungen und Fristen geht der Spender möglicherweise gelassener vor, während er Angelegenheiten, die ihm wichtig sind, sehr ernst nimmt. Er stellt hohe Ansprüche und kann in den Lebensbereichen, in denen er sich besonders hervortun möchte, durchaus kritisch sein.
Möglicherweise setzt er sich nicht häufig persönliche Ziele und zeigt nicht immer große Disziplin. Wird er jedoch von seiner Leidenschaft angetrieben, kann er ausgesprochen perfektionistisch sein. Der Spender scheint sowohl überlegt handeln als auch seinem Bauchgefühl folgen zu können.
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